Firmenchef – nicht Buhmann, sondern Leistungsträger der Wertschöpfung und des Wohlstandes in Deutschland
Als intensiver Nordkurier-Leser habe ich natürlich das Interview gelesen, das der Redakteur Gabriel Kords mit Dr. Holger Loclair geführt hat. Ja, Orafol ist ein „Glücksfall für Oranienburg und Brandenburg“ – wirtschaftlich, steuerlich, symbolisch. Ein Familienunternehmen, das mit Spezialfolien Weltmarktführer wurde. Deutlich wird, wie dieses Industrieunternehmen im Gegensatz zur Politik nicht das Geldausgeben als Zwang ansieht, sondern für das Notwendige, für den Erhalt und die weitere Entwicklung der Firma. So werden Gewinne weiterhin ausschließlich in das eigene Unternehmen investiert, um nachhaltiges Wachstum zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das ist das beispiellose Lebenswerk eines Unternehmers, der dadurch eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, dass Ostdeutsche nicht nur in ihrer Heimat, sondern auch weltweit erfolgreich unternehmerisch tätig sind, und sich ebenso einer sozialen und ökologischen Verantwor- tung verpflichtet fühlen. Und dies in einer Zeit, in der zehntausende Arbeitsplätze durch zunehmende Firmenpleiten bedroht sind. Ich wünsche mir mehr solche Artikel, die über erfolgreiche Unternehmenslenker informieren, und über mutige Firmenchefs, die endlich eine klare Position beziehen, um wirklich große Reformen mit auf den Weg zu bringen. Denn viel zu lange haben viele Unternehmer zu der deutlichen negativen Entwicklung des Wirtschaftswachstums in Deutschland geschwiegen.